Warndienst Nr. 13

Sehr geehrte Damen und Herren!
In den Spätdruschgebieten waren zum Schluss die Fallzahlen nicht mehr in Ordnung. Die Böden sind durch den vielen Niederschlag dicht gelagert und die Erntemaschinen haben zum Teil tiefe Fahrspuren auf den Feldern zurückgelassen. Die Sonnenwärme wird durch den Silomais jetzt noch gut verwertet. Vergangene Woche haben sich die Schwalben verabschiedet und sich auf den Weg in den Süden gemacht. Die Herbstzeitlose entfaltet ihre Blütenpracht. Die Zeichen stehen eindeutig auf HERBST!
Winterrapssaat:
Sehr unterschiedlich ist der Winterraps in seiner Entwicklung. Vor allem in den Hochlagen wurde spät gesät, weil eine Saatbeetbereitung nicht früher möglich war.
Die Schnecken sind bisher gut unter Kontrolle. Entlang von Grünland- Heckenstreifen oder Begrünungsschlägen die Befallskontrolle nicht vernachlässigen um böse Überraschungen zu vermeiden. Bei auftretenden Schleimspuren Schneckenkorn nachstreuen. Der Erdfloh ist vereinzelt ein wenig aktiv. Der Lochfraß bleibt bis jetzt weit unter dem Bekämfpungsrichtwert von 10% der Blattfläche. Bitte kein Insektizid zur anstehenden Gräserbekäpfung mit ausbringen. Es werden nur Antagonisten wie Laufkäfer die auch kleine Schnecken und deren Gelege fressen, getötet. In Hagelgebieten läuft sehr viel Ausfallgetreide auf und droht den Rapsbestand zu erdrücken. Eine Herbizidbehandlung mit einem Gräsermittel wie Agil-S, Fusilade Max, Panarex, Gramfix, Targa Super und andere ist in den Abendstunden zu empfehlen. Die zweite Spritzung mit Belkar kann jetzt nicht mit der Gräserbehandlung kombiniert werden. Der Raps ist noch zu klein und hat das 6-Blattstadium noch nicht erreicht.
Glyphosat:
Die Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung mit der Veröffentlichung am 08.09.2021 schränkt den Einsatz von Glyphosat jetzt im Herbst massiv ein.
Eine Anwendung von Glyphosat in Wasserschutzgebieten, Heilquellschutzzgebieten, Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten ist verboten.
Bitte prüfen Sie für Ihren Betreib über Fiona welche Flächen in Schutzgebieten liegen und deshalb keine Glyphosatanwendung stattfinden darf!
Eine Glyphosatanwendung zur Ernteerleichterung (Sikkation) ist verboten!
Glyhosat ist weiterhin erlaubt
• in Direktsaat- oder Mulchsaatverfahren
• zur Stoppelbehandlung bei Besatz mit Wurzelunkräuter wie Ackerkratzdistel, Ackerwinde, Ampfer, Landwasserknöterich und Quecke.
• Auf erosionsgefährdeten Flächen wie CC Wasser 1 oder CC Wasser 2
• Zur Grünlanderneuerung, wenn durch keine anderen Maßnahmen eine wirtschaftliche Nutzung und Futtergewinnung auf dem Grünland mehr möglich ist und die Tiergesundheit dadurch gefährdet ist.
• Vorbereitend für die Neueinsaat einer Grünland-Fläche, wenn eine wendende Bodenbearbeitung nicht zulässig ist.
Veranstaltungshinweise:
Felderbegehungen finden statt:
In Leidringen am Dienstag den 14.09. 2021 um 18.30 Uhr Treffpunkt ist das Kriegerdenkmal
In Gruol am Mittwoch, den 15.09.2021 um 18.30 Uhr Treffpunkt ist Richtung Weildorf der erste Feldweg links.
Die Felderbegehung ist als zweistündige Fortbildung zur Pflanzenschutz-Sachkunde nach §9 Absatz 4 des Pflanzenschutzgesetztes anerkannt. Die TeilnehmerInnen werden gebeten, die derzeit geltenden Hygienevorschriften bezüglich Covid-19 einzuhalten (Tragen eines Mund-Nasenschutzes, Wahrung Mindestabstand).

Bleiben Sie gesund!
Luise Lohrmann

 

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