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Warndienst Nr. 13-2020

Datum: 12.07.2020

Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Ernte neigt sich in den unteren Lagen dem Ende zu. Die Hitze macht nicht nur den Menschen und Tieren zu schaffen sondern auch den Pflanzen die jetzt noch ihre Frucht ausbilden wollen. Die Bäume reagieren mit Fruchtfall, der Mais nimmt eine kaktusartige Blattstellung ein nur der Sojabohne scheint diese Hitze nichts auszumachen.
Ökologische Vorrangflächen (ÖVF):
Sind Ackerbohnen, Erbsen oder Sojabohnen als ökologische Vorrangflächen im Antrag und werden diese vor dem 15. August gedroschen oder anderweitig genutzt, so muss die Rente 3 Tage vor der Nutzung dem Landwirtschaftsamt gemeldet werden.
Stoppelbearbeitung:
Sofort sollte nach der Ernte eine Stoppelbearbeitung erfolgen um die Restfeuchte des Bodens für den Auflauf des Ausfallgetreides zu nutzen und die Kapillare zu unterbrechen. Die Tiefenführung der Bearbeitungswerkzeuge sollte ganzflächig bei etwa 5 cm sein. Keine Streifen unbearbeitet lassen! Genaues Arbeiten wirkt sich hier auf die nachfolgende Kultur aus. Keine tiefe Bearbeitung, damit keine großen Gluten (Bollen) aus dem Boden herausgerissen werden. Die Trockenrisse im Boden haben auch verdichtete Stellen aufgebrochen und Luft nach unten gebracht.
Zwischenfrüchte:
Dieses Jahr gibt es keine großen Strohmengen, da die Getreidehalme durch die Frühjahrstrockenheit kurz geblieben sind. Eine gleichmäßige, flache Einarbeitung des gehäckselten Strohs muss möglich sein ohne Strohmatten zu produzieren, die sich störend auf die Entwicklung der Zwischenfrüchte und das Auflaufen des Ausfallgetreides auswirken können. Die Auswahl der Zwischenfrüchte muss sich an der betriebseigenen Fruchtfolge orientieren. In Fruchtfolgen mit Leguminosen wie Erbsen, Bohnen, Soja oder Kleegras bitte leguminosenfreie Mischungen säen. In Rapsfruchtfolgen keine Kreuzblütler wie Senf oder TillageRettich verwenden. Soll die Zwischenfrucht als ökologische Vorrangfläche gezählt werden gelten bestimmte Mischungsverhältnisse für das Saatgut. Diese Saatgutmischungen müssen zertifiziert sein. Bitte achten Sie beim Saatguteinkauf darauf.
Winterraps:
Innerhalb der Fruchtfolge sollte der Winterraps nur alle 4 Jahre infolge angebaut werden um eine Ertragssicherheit zu gewährleisten. Das Saatbeet muss gut abgesetzt und feinkrümelig sein. Unter nachfolgendem Link finden Sie die Sortenempfehlung des LTZ: https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/site/pbs-bw-new/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/ltz_ka/Arbeitsfelder/Pflanzenbau/Sorten/Winterraps_DL/Sortenratgeber%20Winterraps%202019_20%20Internetpr%C3%A4sentation.pdf?attachment=true
Leider bieten die in der BRD zugelassenen Beizen für den Raps kaum einen Schutz vor Insekten. Die Spezialbeize Lumipose mit dem Wirkstoff Cyantranilinprole hat hauptsächlich eine Wirkung auf die Kohlfliege die bei uns im Zollernalbkreis aber nicht schädigend ist.
Herbstdüngung:
Unter nachfolgendem Link finden sie das Merkblatt für die Herbstdüngung auf dem Ackerland.
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.LW,Lde/Startseite/Pflanzenproduktion/Duengung WICHTIG! Der Zollernalbkreis hat keine „Roten Gebiete“, deshalb ändert sich jetzt für die Herbstdüngung wenig. Grundsätzlich beginnt die Sperrzeit für das Aufbringen von organischen und mineralischen Dünger auf Ackerland mit der Ernte der Hauptfrucht. Für Winterraps, die Etablierung von Zwischenfrüchten, Ackerfutter und für die Wintergerste mit Vorfrucht Getreide kann eine Stickstoffdüngung erfolgen (siehe Merkblatt). Die Düngergaben müssen mit Datum, Art und Menge schlagbezogen aufgeschrieben werden.
Veranstaltungshinweis:
Ist der Mais-Bohnen-Gemengeanbau auch etwas für uns im ZAK? Diese Frage wird bei folgender Veranstaltung diskutiert. Am Mittwoch, den 19.08.2020 findet um 19 Uhr bei der Biogasanlage Bittelbronn auf dem Schaufeld links Richtung Bittelbronn eine Feldführung statt. Die Coronabstimmungen wie Mindestabstand müssen eingehalten werden.

Bleiben Sie gesund!
Luise Lohrmann

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