Warndienst Nr. 16-2022

Sehr geehrte Damen und Herren! 

 

Die Schwalben sind fort!  Es ist wieder stiller in den Ställen und um die Häuser. 

Begrünung: 

Die gesäten Begrünungen laufen jetzt mit dem gefallenen Regen auf. Leider ist auch manche Saat in der Keimphase vertrocknet. Senf ist dagegen die Kultur die sich fast überall etabliert, relativ wenig Wasser zur Keimung benötigt und durch eine schnelle Keimung überzeugt. 

Raps:  

Zügig läuft der gesäte Winterrraps auf, es hat überall geregnet hat. Die Niederschlagsmengen sind sehr unterschiedlich. Auf manchen Schlägen ist das Ausfallgetreide massiv und droht den kleinen Raps zu unterdrücken. Auf diesen Flächen muss in den nächsten Tagen ein Gräserheribzid wie Agil, Fusilade Max usw. eingesetzt werden. Sind jedoch schon Ackerfuchsschwanzpflanzen aufgelaufen und beginnende Herbizidresistenzen gegen Fop-Wirkstoffe zu beobachten, so muss auf die DIM-Wirkstoffe die in Focus Aktiv-Pack und Select enthalten sind gesetzt werden. Die zweite Gräserbehandlung muss im Spätherbst in der Vegetationsruhe mit dem Wirkstoff Propyzamid in Kerb FLO appliziert werden.

Die Beobachtung der Erdflöhe kann durch das Aufstellen von Gelbschalen, besser jedoch am Lochfraß an den Rapspflanzen kontrolliert werden. Im Zollernalbkreis sind bisher alle Beobachtungen zu den Erdflöhen unter dem Behandlungsrichtwert. Es sind derzeit kein Insektizide notwendig.  

Wintergetreide:

Wintergerste: Die Saat sollte erst Ende September, Anfang Oktober erfolgen. Auf Äckern die ein Problem mit Ackerfuchsschwanz haben gilt es jetzt ein Scheinsaatbeet herzurichten. Das heißt eine flache Bearbeitung vornehmen, damit   Ackerfuchsschwanzsamen auflaufen können und nicht vergraben werden.  Eine spätere Saat beugt einem Insektenbefall und somit einer Virusübertragung vor.  

Beizung:

Die chemischen Beizen wirken gegen samen- und bodenbürtig übertragbare Krankheitserreger. Verschiedene Fusarienarten und auch Schneeschimmel befallen hauptsächlich die Keimlinge von Roggen, Triticale und Weizen. 

Die Getreidebrachfliege und/oder der Getreideschnellkäfer(Drahtwurm) kann nach einer Begrünung oder nach Klee- Kleegras immer wieder Schäden anrichten. Signal 300 ES ist ein Beizmittel mit dem Wirkstoff Cypermetrin die für Wintergerste und Weichweizen bis 21.10.2022 zugelassen ist. Für Roggen besteht bis zum 31.10.2022 eine Notfallzulassung für Signal 300 ES. 

Geeignete Beizmittel gegen Steinbrand und Schneeschimmel und vor allem Zwergsteinbrand an Winterweizen, Dinkel und Triticale, der in Hochlagen ab 500 Hohenmeter vorkommt sind Difend Extra und Landor CT. Verstärkt ist der Flugbrand an der Wintergerste wieder zu finden. Auch hier kann mit einer geeigneten Beizung Abhilfe geschaffen werden.

Die Bodenbedeckung von gebeiztem Saatgut muss gesichert sein. Bitte die Anwendungsauflagen beachten! Auf Seite 44 im Pflanzenproduktionsheft ist eine Übersichtstabelle. Die Saatgutbeizung bleibt eine wichtige Maßnahme für den Schutz der Keimlinge und damit für einen sicheren Feldaufgang.

IPS+: 

Für landwirtschaftliche Flächen die in Schutzgebieten liegen (FFH-, Vogelschutz-, und/oder Landschaftsschutzgebiete) müssen die Vorgaben des IPS+ eingehalten werden. Spritzfenster sind anzulegen, Schädlinge sind zu überwachen (Bsp. Gelbschalen in Winterrapsbeständen) und in der Schlagkartei zu dokumentieren, damit eine Insektizidbehandlung gerechtfertigt werden kann. Informationen zu den einzelnen Kulturen sind unter nachfolgendem Link zu finden

https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Integrierter+Pflanzenschutz

 

Felderbegehungen zur Herbstbestellung finden wie folgt statt:

Leidringen, Dienstag 13.09. 2022, 18.00 Uhr.  Treffpunkt am Kriegerdenkmal. 
Gruol:  Donnerstag 15.09. 2022, 18.00 Uhr.  Treffpunkt ist Richtung Weildorf der erste Feldweg links.
 

Bleiben Sie gesund!

Luise Lohrmann   

 

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