Service-Navigation

Suchfunktion

Warndienst Nr. 5-2019

Datum: 16.04.2019

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der April macht seinem Namen derzeit alle Ehre. Strahlender Sonnenschein wechselt sich mit schauerartigen Niederschlägen und sogar Gewittern ab. Darauf können Schneefälle und Frostnächte folgen. Die gesamte Wetterpalette hat der April in der Regel im Angebot. In den unteren Lagen blühen die Schlehen, Kirschen, Birnen und in den Gärten ist es richtig bunt. Die Ostertage sollen sonnig und warm werden, lassen wir uns überraschen

Winterraps:

Die Bestände befinden sich in der Streckphase. Die Blüten sind in der Regel noch fest von den Hüllblättern eingeschlossen. Die vereinzelt zufliegenden Rapsglanzkäfer verharren in den Beständen. Die Käfer knabbern derzeit noch nicht an den Knospen, weil die Reifung der Knospen nicht weit genug ist. Gut entwickelte Bestände lassen eine Schadschwelle für den Rapsglanzkäfer auf 8 Käfer pro Pflanze zu. Die Kontrolle der einzelnen Pflanzen geschieht durch ein Abklopfen in die Hand oder eine andere Unterlage. Ein Befall mit Rapsglanzkäfern kann so schnell und ohne großen Aufwand bonitiert werden. Eine Rapspflanze ist sehr kompensationsstark. Fällt die Knospe des Haupttriebes aus, weil diese durch den Rapsglanzkäfer geschädigt wurde, so übernehmen die Seitentriebe problemlos die Ertragsbildung. Die derzeit eher wasserarme und kühle Witterung schließt den Einsatz eines Wachstumsreglers aus. Die Bestände sind sehr homogen. Die langjährigen Fungizidversuche im Winterraps belegen auch, dass die Frühjahrsbehandlung keine Mehrerträge bringt. Der Einsatz eines Fungizides in die Blüte ist in der Regel die wirtschaftlichste Maßnahme.

Wintergetreide:

In den Wintergerstenbeständen aber auch vereinzelt in Winterweizen und Dinkel konnte Manganmangel beobachtet werden. Die trockene Witterung hat dies begünstigt. Durch die zum Teil aufgefroerenen Böden konnte sich Mangan mit dem Luftsauerstoff verbinden, es oxidierte und war so für die Pflanze nicht mehr verfügbar. und Düsen, gereinigt werden. In jedem Jahr sind totgespritzte Flächen auf den Äckern zu beobachten die auf Restmengen einer vorhergehenden Behandlung aus einer anderen Kultur oder unzureichende Reinigung zurückzuführen sind.

Maisaussaat:

Geplante Maisschläge, die über Winter mit einer Begrünung eingesät waren, sind in der Regel schon mit der Scheibenegge bearbeitet worden. Schnell werden die vorbereiteten Äcker zur geplanten Maisaussaat abtrocknen. Nach Ostern werden auch die Bodentemperaturen über 8 Grad ansteigen und die Saat kann dann in ein warmes Beet erfolgen. Die Grundbodenbearbeitung sollte auf allen den Maisschlägen abgeschlossen sein. Vergangenes Jahr hat sich eine wasserschonende Bearbeitung gelohnt. Wird zur Maissaat erst im Frühjahr gepflügt ist der Wasserverlust um ein vielfaches höher wie bei pfluglosen Frühjahresbestellung. Es waren in den vorigen Wochen ideale trockene Bedingungen um das Saatbeet herzurichten. Mais reagiert sehr empfindlich auf verdichtete Strukturen. In der Regel sind die Böden im Zollernalbkreis schwach mit Phosphat versorgt. Der Mais hat in seiner Jugendentwicklung einen hohen P-Bedarf. Für eine effiziente Phosphat und Stickstoff-Düngerausbringung eignet sich die Unterfußdüngung zu Mais hervorragend. Wird zu Mais noch Gülle oder Gärrest ausgebracht ist in der Regel die Kaliversorgung zum Großteil abgedeckt. Somit liegt der Schwerpunkt bei der Phospor und Stickstoffdüngung. Die Düngung mit Schwefel kann mit SSA oder Kieserit erfolgen. Die benötigten Schwefelmengen liegen zwischen 20 und30 kg/ha. Die Ammoniumbassierte Stickstoffversorgung über die Unterfußdüngung kann mit Diammonphosphat, Schwefelsaurem Ammoniak oder Harnstoff erfolgen. Die Maiswurzeln holen sich nur den Stickstoff, der von den Pflanzen auch verwertet wird. Flächen die langjährig mit organischem Dünger versorgt wurden, das Stroh auf dem Feld geblieben ist und Zwischenfrüchte zur Ansaat gekommen sind, haben in der Regel ein hohes Stickstoffnachlierferungspotenzial.

Mäuse:

Leider hat die langanhaltende Schneedecke, vor allem in den Hochlagen, den Mäusen optimalen Schutz geboten. Bitte gehen sie über ihre Felder und kontrollieren sie diese auf Mäusebefall. Zum Teil sind in den Rapsschlägen aber auch auf Grünlandbeständen große Lücken und ganze Großfamilien mit Feldmäusen fressen sich an den saftigen Wurzeln satt.

Das Aufstellen von Landekrücken für die Griefvögel bietet ihnen somit eine Möglichkeit den Mäusen auf der Lauer zu liegen und zu fangen.

Gutes Gelingen wünscht

Luise Lohrmann

Fußleiste